Interdisziplinäre Forschung - Teamgeist und gute Kommunikation
Prof. Ursula Klingmüller macht in ihrem Essay der Ausgabe 'Die Denkerinnen' des Laborjournals deutlich, dass interdisziplinäre Forschung nicht ohne Teamgeist und gute Kommunikation funktioniert. Daher sollten Kommunikationsfähigkeiten bereits im Studium gefördert werden.
Die Systembiologie/ -medizin analysiert die Interaktion zwischen medizinischen und biologischen Prozessen und deren Auswirkungen auf das gesamte System. Hierbei nutzt sie mathematische Modellierung und experimentelle oder klinische Daten. So werden neue Wege für Diagnose und Therapie erschlossen, bei denen beispielsweise gemeinsame oder abweichende Mechanismen und Prozesse Berücksichtigung finden, die in Männern und Frauen zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen und Therapieantworten führen. In der Systembiologie arbeiten Personen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen zusammen. Für den Erfolg dieser interdisziplinären Forschung werden Teamgeist und eine effektive Kommunikation gebraucht, somit eine Kultur der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts.
"In einem interdisziplinären Netzwerk ist es deshalb wesentlich, dass alle Mitglieder nach Kräften den verabredeten Beitrag leisten und damit gemeinsam Verantwortung für den Fortschritt des Projekts übernehmen. Genauso müssen sie aber darauf vertrauen, dass ihr Beitrag Wertschätzung und Anerkennung erfährt."
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